Thema im Jahr 2017

 

Die aus Reformation und katholischer Kirchenmusik-Reform erwachsene Anforderung, man müsse „Text und Sinn verstehen!“, richtet sich gleichermaßen an Dichter, Übersetzer, Komponisten und Interpreten:

  1. In den reformierten Kirchen bedeutet dies primär, Text in der Sprache der Menschen zu verwenden.

  2. In der katholischen Kirche wurde der Schwerpunkt lange darauf gelegt, dass die Musik so zu komponieren sei, dass man den (lateinischen) Text beim Zuhören klar heraushören kann.

  3. In beiden Konfessionen war es aber auch bald erwünscht, dass Musik den Text vertont, also ein formal-inhaltlicher Zusammenhang zwischen Ton, Tonfolge und Text entsteht.

  4. Damit entstand eine neue Art der Aufführung von Musik: Nicht mehr bloße Wiedergabe, sondern Interpretation, also Gewichtung auch des Textes und seiner Bedeutung, waren nun Aufgaben – und Chancen – der Interpreten.

Den theoretischen und theologischen Unterbau liefert uns der Vortrag „Sinn und Klang verstehen“ von Prof. Bernhard Leube; die praktische Umsetzung erfahren wir in den Ensemble- und den gemeinsamen Proben und Aufführungen.

 

Stichworte hierzu

 

Gerne gehen wir auch hier, soweit zeitlich möglich, auch auf das ein, was Ihnen und Ihrem Ensemble wichtig ist.

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